n dieser Folge von „Grundsatz“, dem Podcast des Campus Tivoli, hören wir Ausschnitte von einem Gespräch mit dem Leiter der Kampagnenagentur der CSU, Michael Mehler von der Ghost-Company. Er gibt Einblicke darin, was bei einer Wahlkampagne vor der Bundestagswahl strategisch relevant ist. Außerdem spricht Moderator Gerhard Jelinek mit Sebastian Enskat, dem Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Wien, über die Folgen der Bundestagswahl in Deutschland. Zentrale Themen sind die schwere Niederlage der Ampel-Koalition, der Wahlerfolg von CDU/CSU unter Friedrich Merz und die Herausforderungen bei der bevorstehenden Regierungsbildung in Deutschland. Die Gesprächspartner thematisieren die Krise der politischen Mitte und die wachsende Stärke der politischen Ränder. Zudem geht es um die Frage, wie Deutschland in einem geopolitisch herausfordernden Umfeld zwischen den USA, China und Russland Führungsverantwortung in Europa übernehmen kann.
In der 46. Episode von „Grundsatz“ spricht Moderator Gerhard Jelinek mit Sebastian Enskat, dem Leiter des Wiener Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, über die Ergebnisse der deutschen Bundestagswahl und deren weitreichende Folgen für Deutschland und Europa. Die Diskussion dreht sich um das Ende der Ampel-Koalition, den Wahlerfolg der CDU/CSU und die Herausforderungen, vor denen Friedrich Merz als möglicher zukünftiger Bundeskanzler steht. Dabei werden insbesondere die strukturellen Veränderungen in der Parteienlandschaft sowie die politische und gesellschaftliche Dynamik, die zum Wahlausgang geführt haben, analysiert.
Ein zentrales Thema der Folge ist der schwindende Einfluss der politischen Mitte in Europa und das Erstarken der politischen Ränder. Enskat erläutert, dass populistische Parteien sowohl am rechten als auch am linken Rand zunehmend an Bedeutung gewinnen und damit die traditionelle Mitte-Parteien unter Druck setzen. Diese Entwicklung führe zu einer Fragmentierung des Parteiensystems und mache die Regierungsbildung zunehmend schwieriger.
Neben der innenpolitischen Analyse beleuchten die Gesprächspartner auch die geopolitische Lage Europas. Die USA unter Donald Trump, China und Russland setzen Europa zunehmend unter Druck, während sich das politische Zentrum des Kontinents geschwächt und führungslos präsentiere. Enskat betont, dass Deutschland angesichts dieser Herausforderungen eine zentrale Führungsrolle übernehmen müsse, insbesondere im Bereich der Sicherheitspolitik und der europäischen Zusammenarbeit. Nur durch eine stärkere strategische Positionierung könne Europa in einer zunehmend unsicheren Welt bestehen.
Die Folge endet mit einem klaren Appell an die Parteien der Mitte: Sie müssen selbstbewusster auftreten, klare Positionen beziehen und populistischen Vereinfachungen entschieden entgegentreten. Trotz der angespannten politischen Lage betont Enskat, dass Optimismus und eine konstruktive Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen essenziell für die Zukunft der Demokratie seien.